Joe, der Projektleiter der Open Music School, spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung der Band Bad Fusion. Er sprach alle Mitglieder an, einige sogar mit dem unkonventionellen Vorschlag, ihre üblichen Instrumente zu wechseln. Vio spielte Bass, während Kateryna als Schlagzeugerin und nicht als Gitarristin zur Band stieß. Obwohl sie sich zunächst unwohl fühlten, beschlossen sie, die Herausforderung anzunehmen. Kesanet war bereits Teil einer anderen Band und suchte nach einer neuen Combo, daher wandte er sich an Joe, der ihn mit den anderen Bandmitgliedern in Kontakt brachte. Ebenso trat Charan der Band bei, angetrieben von seiner früheren Erfahrung, mit anderen zu spielen und dem Wunsch, dieses Gefühl wiederzuerlangen. 
Vio genoss am meisten die Regelmäßigkeit der Treffen und die kollaborative Natur des Projekts. „Wir waren alle gleichberechtigt und tauschten Ideen aus. Es war nicht nur mein Projekt, sondern ein Teamprojekt, das gemeinsam geschaffen wurde“, betonte Vio. Für Vio wurde die Umgebung bei GSBTB zu einem noch wichtigeren, unterstützenden und integrativen Raum. Für Kateryna war das Highlight ihrer Beteiligung an der Band zweifellos die Gelegenheit, Schlagzeug zu spielen und gemeinsam mit ihren Mitmusikern zu lernen. Für sie war das Schlagzeugspielen in der Bad Fusion Band nicht nur eine Frage der individuellen Fähigkeitenentwicklung, sondern auch der unterstützenden Gemeinschaft und Kameradschaft innerhalb der Band. Kateryna beschrieb ihre Bandkollegen als „nett und freundlich“ und hob hervor, welche wichtige Rolle sie bei der Schaffung eines kreativen Umfelds spielten, das musikalische Erkundung und Ausdruck förderte. Als Kesanet nach seinem Lieblingsaspekt des Mitwirkens in der Bad Fusion Band gefragt wurde, erwähnte er das „gemeinsame Erstellen von Songs und das Endergebnis“. Der kollaborative Prozess des Musizierens erwies sich für ihn als äußerst befriedigend. Charan liebte die Proben. In einen richtigen Probenraum zu gehen und jede Woche wie eine professionelle Band zu arbeiten, war für ihn unglaublich lohnend. Zudem war es faszinierend, den Aufnahmeprozess aus erster Hand zu erleben, da er immer wie ein geheimnisvoller und hoch technischer Aspekt der Musikproduktion erschienen war.
Die Auswirkungen von GSBTB und der Open Music School auf die musikalische Reise aller Beteiligten waren tiefgreifend. Es stärkte nicht nur Vios Mut, verschiedene musikalische Aspekte zu erkunden, sondern hob auch die Bedeutung des Musizierens ohne Druck hervor. „Ich musste spielen, um des Spielens willen“, reflektierte Vio. Für Kateryna war ihre Beteiligung an der Bad Fusion Band transformativ, sie verbesserte ihre Schlagzeugfähigkeiten und entfachte eine Leidenschaft für Musikkomposition. Diese Erfahrung steigerte nicht nur ihr Selbstbewusstsein, sondern verstärkte auch ihre Unabhängigkeit bei der Verfolgung ihrer Musikkarriere, was sie dazu veranlasste, sich ein eigenes Schlagzeug zu kaufen. Ebenso lehrten Kesanet die Teamarbeit und Zusammenarbeit innerhalb der Band wertvolle Lektionen über das Verständnis der künstlerischen Perspektiven anderer, was letztendlich zu einer harmonischen Mischung verschiedener Stimmen und Stile führte. Schließlich bemerkte Charan den Unterschied im Songwriting-Prozess und erkannte dessen methodische, aber dennoch einfache Natur, die stark von der Stimmung des Songs und verschiedenen Elementen beeinflusst wurde.
Über:
Vio: Vio ist ein BIPOC non-binärer italienischer Künstler, der derzeit seinen Bachelor-Abschluss in Popmusik an der School of Popular Art in Berlin macht. Mit 24 Jahren macht Vio seit sechs Jahren Musik und lebt seit vier Jahren in Berlin. Ihre Musik, beeinflusst von R&B, reflektiert ihre Reise als queere Person of Color, die eine offenere und internationale Umgebung als ihre Heimatstadt Turin, Italien, sucht. Berlin hat Vio die Möglichkeit gegeben, ihr Wissen und ihre Perspektive auf ihre Identität zu erweitern. Ihre Musik kann man auf Spotifyund YouTubehören.
Kateryna: Kateryna ist eine ukrainische Malerin, die derzeit Kulturwissenschaften an einer Online-Universität in ihrem Heimatland studiert. Vor zwei Jahren zog sie aufgrund des Konflikts in ihrer Heimat nach Berlin und ließ ihre geliebte Katze und ihren Hund in Kiew zurück, die sie bald besuchen möchte. Sie hat ihre künstlerischen Talente in Berlin weiterentwickelt und bereitet sich derzeit auf eine bevorstehende Ausstellung vor!
Kesanet Abraham: Kesanet Abraham ist ein eritreischer Pädagoge, Dichter und Musiker, der derzeit in Berlin lebt. Als erfolgreicher Dichter hat er das Buch „Die Liebe ist groß“ verfasst, eine fesselnde Erkundung von Glaube, Liebe und menschlicher Verbindung. Neben seinen literarischen Unternehmungen schafft Kesanet auch eigene Musik, die man auf YouTubehören kann!
Charan Visweswaran: Charan hat kürzlich sein Studium mit einem Abschluss in Wirtschaftsingenieurwesen und Management abgeschlossen und ist nun auf Jobsuche. Er wurde in Indien geboren, lebt aber seit fast einem Jahrzehnt in Deutschland und spielt seit etwas mehr als dieser Zeitspanne Gitarre. Vor eineinhalb Jahren trat er der Open Music School als Lehrer bei. Neben der Musik interessiert er sich für Sport, insbesondere Fußball und Basketball, und er genießt es auch, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die ihn zum Nachdenken anregen, sei es durch Filme, Menschen oder Erfahrungen.